Wenn es Ihnen so geht wie mir, haben Sie schon viele Engineering Design Reviews hinter sich, sowohl am Anfang eines Projekts als auch am Ende kurz vor der Fertigung. Design-Reviews werden durchgeführt, um mehrere Ziele zu erreichen.
Da viele Entwicklungsteams bei Design und Produktion einen systembasierten Ansatz verfolgen, müssen Elektronikdesign-Teams viel mehr als nur ein PCB-Layout und eine Stückliste überprüfen. Dabei sind die heutigen Herausforderungen in Bezug auf Beschaffung, Herstellbarkeit, Zuverlässigkeit und mechanische Beschränkungen allesamt Bereiche, die in realen Designs berücksichtigt werden müssen. Mehrere Stakeholder müssen hier zusammenarbeiten, um diese Prüfungen so effizient wie möglich durchzuführen. Die wertvollste Ressource eines Teams ist Zeit.
Deshalb sollte der Design-Review-Prozess auf Effizienz ausgerichtet und dennoch umfassend und gründlich sein. Aber wie führt man eine solche Review durch?
Eine effektive Design-Review wird nicht von einem einzelnen Teammitglied oder nur von einem Kunden durchgeführt. Es handelt sich um einen kollaborativen Prozess, an dem Designer, der Endkunde, das Management und sogar der Hersteller beteiligt sein sollten.
Stellen Sie sich dies wie ein Peer-Review-Verfahren für technische Systeme vor: Mehrere Parteien müssen Input zu verschiedenen Aspekten des Designs geben und die erforderlichen Änderungen an einem gemeinsamen Ort dokumentieren. Am Wichtigsten ist, dass alle Beteiligten über eine praktische Benutzeroberfläche Einblick in denselben Datensatz haben. Heutige Kollaborationstools für Remote-Teams eignen sich hervorragend für die Implementierung eines umfassenden Design-Review-Prozesses, bei dem alle Beteiligten in einem Team die Designdaten sehen und Input geben können.
Was muss im Rahmen einer Design-Review wirklich überprüft werden? Für ein Elektronikdesign-Team gibt es dabei mehrere Aspekte eines Projekts, die in einer Design-Review untersucht werden sollten:
Egal, ob Sie ein Serviceunternehmen sind oder bei einem OEM arbeiten, Sie werden wahrscheinlich in jeder Phase eines Projekts mehrere Design-Reviews durchführen, um den Fortschritt zu bewerten. Design-Reviews sind nicht unbedingt schwierig, sie gehören einfach zum Hardware-Design dazu. Sie können jedoch durchaus zeitraubend sein und mit einer langen Liste von Aktionspunkten enden, die Ihr Projekt nicht immer in Richtung Ziellinie führen.
Was hält also alle davon ab, diese Reviews auf effektive Weise durchzuführen? Heutzutage sind Elektronik-Entwicklungsteams multifunktional und interdisziplinär aufgestellt. Doch wenn man sich deren Design-Reviews genauer ansieht, entsteht möglicherweise ein ganz anderer Eindruck. Meiner Meinung nach stellen die folgenden Punkte einige der wichtigsten Merkmale einer idealen Design-Review dar.
Führen Sie Ihre Design-Reviews zielgerichtet durch und überprüfen Sie das Design nicht nur, weil Sie es sich einmal anschauen möchten. Eine Design-Review sollte ein klares Ziel haben, was bedeutet, dass ein bestimmter Teil des Designs (Schaltpläne, Layout, Mechanik usw.) Gegenstand der Review ist. Es ist dabei nicht ungewöhnlich, dass es während der Review zu „Scope Creep“ (also Fokusverlust) kommt. Das Festlegen von Zielen kann Ihnen dabei helfen, innerhalb der Grenzen Ihrer Agenda zu bleiben. Darüber hinaus hilft es auch Ihrem Team, sich während einer Review auf die wichtigen Punkte zu konzentrieren.
Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie oft ich einen Entwurf live in Zoom oder Teams durchgehen musste, während ich die erforderlichen Änderungen laut vor mich hinsagte und versuchte, den Überblick zu behalten. Etwas so Simples wie eine bestimmte Person mit der Notizführung zu betrauen, hilft Ihnen dabei, Aktionspunkte einzugrenzen und Designänderungen sowie die Begründung für diese Änderungen zu identifizieren. Manchmal liegt eigentliche Erkenntnis in der Begründung und nicht nur in der Änderung selbst. Wenn Sie all diese Informationen im Auge behalten, haben Sie nach Abschluss der Prüfung eine Liste mit klaren, präzisen Aktionspunkten.
Anstatt das Projekt mit verschiedenen Funktionsgruppen oder bestimmten Teammitgliedern zu überprüfen, stellen Sie lieber sicher, dass alle wichtigen Mitarbeiter aus jedem relevanten Bereich eines Designs (MCAD, Firmware usw.) während einer Design-Review anwesend sein können. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Leute all das am Telefon erledigen – es birgt ein zu großes Risiko von Fehlkommunikation. Stellen Sie stattdessen sicher, dass alle Zugriff auf die Projektdaten haben und an der Review teilnehmen können.
Es kann leicht passieren, dass wichtige Aufgaben in unwichtigen Informationen untergehen. Sobald die Leute einen Zoom-Anruf beenden und wieder an die Arbeit gehen, gehen die Informationen zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Zusätzlich zu den gemeinsamen Notizen über wichtige Designaufgaben oder Änderungen, sollten sich alle am Ende der Review nochmals auf die noch ausstehenden Aktionspunkte einigen. Diese sollten dann über den entsprechenden digitalen Kanal verschickt werden, idealerweise per E-Mail, sowie nach Möglichkeit auch in Form von Anmerkungen direkt zu den Designdaten.
Zusätzlich zu einer abschließenden Nachbereitung mit den Teammitgliedern ist es gut, wenn Sie die gemeinsamen Designdaten während einer Review mit Anmerkungen versehen können. Kommentare direkt auf ein Design anzuwenden ist eine gute Möglichkeit, um sicherzustellen, dass erforderliche Änderungen während der Design-Review genau identifiziert und klar beschrieben werden. Sie sollten zumindest Screenshots der Problembereiche verwenden und diese mit Anmerkungen versehen. Der Idealfall jedoch ist das Platzieren von Kommentaren direkt im PCB-Layout oder Schaltplan, um die erforderlichen Designänderungen aufzuzeigen.
Wenn Sie eine Engineering Design Review für Ihre Altium Designer®-Projekte durchlaufen wollen, sollten Sie sich nicht auf E-Mail-Ketten oder einen anderweitigen Austausch von Dateien verlassen. Über die Altium 365™-Plattform kann ihr Team ganz einfach in Echtzeit Daten und Dokumente teilen. Designteams können Altium 365 dabei nicht nur verwenden, um effektiv zusammenzuarbeiten; sie können es auch nutzen, um vollständige Design-Reviews, beliebte MCAD-Anwendungen und eine Vielzahl von Partneranwendungen durchzuführen.
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